Berufsbild des Osteopathen*

 

2015 hat die Konsensgruppe Osteopathie Deutschland gemeinsam das Berufsbild des Osteopathen*  entwickelt und verabschiedet.

Das achtseitige Berufsbild dient als Leitlinie für die Entwicklung und die Definition des Berufes des Osteopathen. Die derzeitige Situation der Osteopathie in Deutschland erfordert aufgrund der uneinheitlichen Anforderungen zwingend eine gesetzliche Regulierung; die Forderung der Konsensgruppe Osteopathie dient der Sicherheit der Patienten und der Osteopathen* im Rahmen ihrer Berufsausübung. 

Berufsbild des Osteopathen* (pdf - 306kb) Pressemitteilung Berufsbild (pdf - 204kb)


*Korrekte Bezeichnung: der osteopathisch arbeitende Therapeut

Rückenschmerzen - Hüftschmerzen


Das myofasziale Schmerzsyndrom: Ein vielschichtiges Beschwerdebild

Was hier genau den Ausschlag für die Schmerzen gibt, die typischerweise, aber nicht nur, das Kreuz heimsuchen, ist nicht ganz klar. Durchblutungsstörungen, Bindegewebsverhärtungen und erhöhte Anspannung bestimmter Muskelpartien sind aber wohl nicht von der Hand zu weisen.

– Myofasziale Schmerzen: Verspannte, schmerzende Muskeln haben viel mit ungünstigen Haltungen oder monotonen Bewegungen im Alltag zu tun. Zahllose Menschen sind betroffen, Sitz- wie Stehberufler, Büroangestellte genauso wie Operateure, Friseure, Musiker, Fließbandarbeiter und Lastenträger. Allerdings darf man nicht außer Acht lassen, dass auch Krankheiten oder Fehlbildungen des Skeletts Muskeln einseitig belasten können.

Symptome: Verspannte Muskeln und ziehende, bohrende, manchmal auch stechende Schmerzen im Hüftbereich, Gesäß, Bein oder Kreuz auf einer Körperseite. In den jeweils strapazierten Muskeln bilden sich eventuell tastbare Verhärtungen, sogenannte Kontraktionsknoten, früher Muskelhartspann oder Myogelose genannt.

Diagnose: In der Regel genügt neben der Kenntnis der Krankengeschichte eine sehr gründliche körperlich-orthopädische Untersuchung, um das Beschwerdebild richtig einzuordnen. Dazu gehört auch die Suche nach Triggerpunkten.

– Piriformis-Syndrom: Ischiasbeschwerden mal ganz anders – so könnte man dieses Beschwerdebild auch beschreiben. Es entsteht, wenn der birnenförmige Piriformis-Muskel, ein innerer Hüftmuskel, den Ischiasnerv oder einen seiner Äste beim Übertritt vom Becken zum Oberschenkel einengt. Der Muskel bewirkt das Abspreizen, Strecken und die Außendrehung des Oberschenkels. Bei Fehlbeanspruchung kann er sich verkürzen und verdicken.

Den kleinen Gesäßmuskel, den Glutaeus minimus, der unterhalb des großen Gesäßmuskels liegt, kann es genauso treffen. Ursachen sind einseitige Überbelastung, wozu manche Menschen neigen, die aus einer Grätschstellung heraus ständig schwer heben müssen, dann solche, die vorwiegend eine sitzende Körperhaltung einnehmen oder sich viel (und falsch) bücken.

Außerdem kann der Muskel durch ständigen Druck gereizt werden. Eine mögliche Ursache in dieser Hinsicht ist die Angewohnheit, die Geldbörse in der Hosentasche über dem Gesäß zu verstauen, was Männer gerne und häufig tun. Nach Sturzverletzungen im Gesäßbereich kann es ebenfalls zum Piriformis-Syndrom kommen. Schmerzen bei Schleimbeutelentzündungen an der Hüfte können manchmal bis ins Gesäß ausstrahlen.